Das Bandoneon & die Altwiener Quetsche sind wie zwei fast ausgestorbene „Reptilien“, unvollkommene mechanische Apparate, geboren im beginnenden industriellen Zeitalter: Sehnsucht & Nüchternheit, Rausch & Kämpfertum paarten sich und gebaren vor 150 Jahren jene schnaufenden Bälger, die sich zwischen zwei Händen winden oder aufbäumen, wimmernd Luft & Rauch inhalieren und die zuckend Laute spucken. Das Bandoneon zweichörig in Oktaven, rechts scharf & links nasal, die „Wienerin“ weich, auch zweichörig, aber mit Tönen der gleichen Oktave im Diskant und groovigen Bässen in der linken Hand. In Anlehnung an das historische Altwiener Instrument entwickelte Lothar Lässer in den letzten Jahren ein neues Modell, das in Klang, Intimität und musikalischen Möglichkeiten bemerkenswerte Perspektiven (wieder)findet: nicht nur meßbare Kategorien wie Lautstärke oder leichte Ansprechbarkeit der Stimmzungen sind wichtig, auch der individuellen “Aura” der Töne des Instruments wird Bedeutung zugestanden, welche ja guten historischen Instumenten innewohnt.

 

Lothar Lässer Akkordeon
Josef Fürpaß Bandoneon

 

www.myspace.com/melancolibris
www.laesser.kilu.de/lothar/projekte/melancolibris.html

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